Schlüsselübergabe

Klavierzettel über Tastatur

Opus-Stempel CONR GRAF
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KULTUR /Hammerflügel bleibt als Dauerleihgabe in Riedlingen
Das ist ein Stück „Weltkulturerbe"
Das Konzert auf dem Hammerflügel von Conrad Graf am Freitag in Riedlingen war nicht nur für Musikfreunde ein Erlebnis, sondern darf als ein Glückstag aller Geschichts-Interessierten in die Annalen der Stadt eingehen. Der Flügel verbleibt als Dauerleihgabe in der Stadt.
WALTRAUD WOLF
R I E D L I N G E N Michael Günther, ein brillanter Musiker auf dem Hammerflügel, gestaltete nach Erkrankung der Sopranistin Gabriele Hierdeis das Konzert alleine und brachte außer Schubert-Sonaten auch Mozart-Fantasien zu Gehör, die der Komponist einst improvisiert hatte. Beeindruckend bei dem Konzert war das Musikstück, das Schubert, der nur 31 Jahre alt wurde, wenige Wochen vor seinem Tod komponiert hatte. Lang anhaltender Beifall dankte dem Interpreten für sein einfühlsames Spiel auf dem wertvollen Instrument.
Günther ist jedoch nicht nur.Musiker, sondern als Sammler und Publizist auch ein exzellenter Kenner historischer Tasteninstrumente. Als er vor zwei Jahren das erste Konzert auf dem Hammerflügel in Riedlingen gab, sprach er von der „Blauen Mauritius" unter den Hammerflügeln. Am Freitagabend erklärte er mit Verweis auf das Instrument: „Das ist Weltkulturerbe", und nannte seinen Erschaffer, den in Riedlingen gebürtigen Conrad Graf, in seiner Zeit den „bedeutendsten Klavierbauer der Welt". Jedes Museum könne auf so ein Instrument sehr stolz sein, betonte er und ließ ahnen, welche Freude der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Biberach, Günther Wall, auslöste, als er nach dem Konzert bekanntgab, dass der Hammerflügel aus dem Jahr 1824 (Opus Nr. 819) als Dauerleihgabe in Riedlingen verbleibt. Die Stiftung „pro arte bc" der Kreissparkasse Biberach hatte ihn 2002 auf Anregung von Winfried Aßfalg und den Einsatz Walls erworben. Er stammt aus einer toskanischen Villa und befindet sich in besterhaltenem Zustand. Seit dem Erwerb stand er in der Landesakademie Ochsenhausen. Dem ersten Konzert in Riedlingen vor zwei Jahren folgten die Überlegungen, ihn ins Museum nach Riedlingen zu geben. Am grünen Band hing der kleine Schlüssel, den Günther Wall Winfried Aßfalg überreichte. Mit ihm strahlte Bürgermeister Hans Petermann um die Wette, der sich glücklich und dankbar für das überraschende Geschenk nannte und der Stiftung für die Entscheidung dankte.
Quelle: Albbote vom 25.09.2007
Schwäbische Zeitung vom 24.09.2007 - Artikel 1 Schwäbische Zeitung vom 24.09.2007 - Artikel 2
Schon vor einigen Jahren haben wir uns mit Conrad Graf beschäftigt, mit seinen Hammerklavieren (oder -Flügeln) und mit der Frage, ob der Flügel auf dem ehemaligen 100 DM-Schein ein Graf-Flügel war oder nicht. Wenn Sie mehr wissen wollen: hier ist es zu finden...
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