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Schwäbische Zeitung vom 12.08.2008
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Riedlingen im 19. Jahrhundert
(mr) Ein umfassendes und schwieriges Thema hat sich die Museumsmannschaft für die Wechselausstellung 2008 vorgenommen. Der Blick wird auf die Zeit zwischen 1800 und 1900 gerichtet, einem Jahrhundert, in dem gerne auch die „gute alte Zeit" gesehen wird, das es aber in sich hatte. Politik, Kriege, Revolution und Hungersnöte bestimmten Zeitabschnitte, unter denen die Bevölkerung sehr zu leiden hatte. Aber auch der technische Fortschritt hielt mit dem Bau der Eisenbahn Einzug. Diese Abschnitte sichtbar und verständlich zu machen war das Anliegen für das Vorhaben. So werden gestalterisch erstmals in kleinen „Kabinetten" Zeitläufte vorgestellt, die auf diese Weise leichter nachvollziehbar werden: Themen wie „Riedlingen zwischen zwei Kronen - Von Habsburg zu Württemberg", oder Riedlingen als „Reitergarnison", Riedlingen wird Oberamtsstadt, Handel Gewerbe und Industrie, Bürgertum und Biedermeier bilden Schwerpunkte.
Ein wichtiges Thema sind die Hungersnöte, in deren Folge zahlreiche Riedlinger auswanderten. Auf einer Tafel sind etwa 250 Namen aufgereiht, die im 19. Jh. die Stadt verließen. Das meist gewählte Ziel war Nordamerika.
Auch wird versucht, den Zusammenhang zwischen Eisenbahnbau 1866-1869 und der Gründung der evangelischen Kirchengemeinde aufzuzeigen.
Ein wichtiges „Kabinett" bildet die Geschichte der ältesten Vereine Riedlingens mit sehr interessanten Exponaten.
Überhaupt ist es wiederum sehr bemerkenswert, dass nahezu 40 private Leihgeber Gegenstände zur Verfügung stellten, ohne die das Thema nicht hätte sichtbar gemacht werden können. Umso interessanter wird die Ausstellung, weil ein Großteil der Exponate noch nie gezeigt wurde. Exponate stammen auch aus den Museen in Munderkingen und Bad Waldsee.
Die Ausstellung „Riedlingen im 19. Jahrhundert" ist bis 6. Dezember jeweils am Freitag und Samstag von 15-17 Uhr und am Sonntag von 14-17 Uhr geöffnet. Sonntags findet um 15 Uhr eine Führung durch das ganze Museum statt.
Aber auch die Städtische Galerie erfuhr Zuwachs in Form einer barocken Figur, die dem Altertumsverein geschenkt wurde und nunmehr restauriert bewundert werden kann. Die Öffnungszeiten sind wie im Museum.
Lassen Sie sich zu einem kleinen virtuellen Rundgang durch die Ausstellung einladen. Klicken Sie dazu auf die Bilder.

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