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07. Okt. 2019:
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11. Okt. 2019:
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12. Okt. 2019:
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26. Okt. 2019:
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Wechselausstellung in der städt. Galerie im Spital zum Hl. Geist

Heimat um den Bussen

13. April bis 2. Juni 2019

Marianne Berger

Das passiert einem Museum nicht alle Tage: Eine Schenkung von über 60 Bildern aus allen Schaffensperioden des bekannten Riedlinger Künstlers Anton Denzel. Schon mehrfach wurden seine Bilder themenbezogen in der Städtischen Galerie präsentiert. Doch die Verfügung seiner 2017 verstorbenen Tochter Marianne Berger aus Markdorf lässt eine weitere Schau zu: „Heimat um den Bussen“. Das früheste entstandene Bild, eine Zeichnung des Dorfes Seekirch am Federsee aus dem Jahre 1911 und das 1912 entstandenen Ölbild „Vagabund“ sind in der Sammlung des Altertumsvereins Raritäten. Dieses Werk ist auch auf dem Atelierfoto (unten) zu erkennen. Begeistern können die kleinformatigen Landschaftsbilder aus der Gegend und – wofür Anton Denzel besonders bekannt wurde – seine unnachahmlichen Tiermalereien in mehreren Techniken. Sein Realismus in der Tiermalerei, seine perfekte anatomische Kenntnis lassen auch das wiederholte Thema Schafe und Pferde zum Erlebnis werden.

Der heimatliche Bezug zur Ausstellung wird verstärkt durch Bilder mit dem Hengstreiter und dem Hengststall im Steinbruch, woran viele Riedlinger noch lebhafte Erinnerungen haben. So hat die Schenkung einen Rahmen gegeben, der den Titel der Ausstellung „Heimat um den Bussen“ rechtfertigt und diese in vielen Farben und Motiven nahe bringt.

Marianne Denzel, in Riedlingen 1925 geboren, heiratete 1950 den Riedinger Dr. Robert Berger. Ihrer Heimatstadt blieb sie zeitlebens verbunden. Dem letzten Willen der Verstorbenen entsprechend, sollten die Denzel-Bilder im Besitz der Söhne Robert und Dieter bzw. deren leiblichen Nachkommen verbleiben. Falls diese auf Bilder verzichten würden, sollten sie an den Wirkungsort von Anton Denzel, d. h. an die Stadt Riedlingen, zurückgelangen. Diesem Wunsch wurde entsprochen und der Nachlass, etwas mehr als 60 Bilder, im November 2017 an Winfried Aßfalg in Markdorf übergeben. Daraus wurde die aktuelle Ausstellung zusammengestellt.

Anton Denzel

*1888 Ehingen † 1962 Riedlingen
Nach dem Schulbesuch in Ehingen und Ulm schrieb Denzel sich von 1907 – 1916 an der Kunstgewerbeschule Stuttgart, danach an den Kunstakademien Stuttgart und München ein. 1912 legte er das Zeichenlehrerexamen ab und leistete 1916 - 1918 Kriegsdienst. Bedeutend sind seine Arbeiten als Kriegs-berichterstatter an der Westfront. Danach lebte er in Ried-lingen als Lehrer und Schulleiter der Kaufmännischen Gewer-beschule bis zur Pensionierung 1948.

Denzels Bilder zierten viele Riedlinger Wohnzimmer. Motive aus dem Tierbereich waren ebenso beliebt wie die trefflichen Landschaften aus dem Donau-Bussengebiet. In vielen Tierdar-stellungen lehnt er sich stark an seinen Lehrer in München, Heinrich v. Zügel, an. Denzel konnte auch mit der Radiernadel gut umgehen. Er erstellte eine Reihe beachtlicher Tierserien im Kleinformat, ebenso zeichnete er anatomisch perfekte Pferde bei der Arbeit. Anton Denzel würde sich sicher freuen, dass seine Bilder in dem Gebäude ausgestellt werden, in dem früher die Berufsschule untergebracht war und er fast ein Lehrerleben lang unterrichtete.
Lupe

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