Wechselausstellung im Museum

Zeichen der Frömmigkeit – dass ich in den Himmel komm… (2010)

Zu allen Zeiten und in (fast) allen Kulturen hatte und hat der Mensch das Bestreben, im Diesseits Pluspunkte zu sammeln für ein Leben nach dem Tode. Dafür entwickelte er Formen und Riten, die in Gebet, Opfer und der Teilnahme an religiösen Kulthandlungen besonders im Christentum sehr verbreitet waren. Auswüchse sollten mit der Reformation (1517) beendet werden. Im Gegenzug setzte das Konzil von Trient (1545-1563) neue Formen der Frömmigkeit.

Der Beginn des Barockzeitalters im 17. Jahrhundert bot auch äußerlich den idealen Rahmen fur eine neue und weitere Entwicklung religiöser Übungen. Vor allem nahm das Wallfahrtswesen einen ungeahnten Aufschwung und brachte den Pilgerorten großen Reichtum. Aber auch evangelischerseits waren die Zeichen der Frömmigkeit nach der Reformation nicht völlig erloschen.

Eine verinnerlichte Form der kultischen Verehrung blieb weitgehend dem Einzelnen überlassen. Die Aufklärung Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts schließlich beendete in der katholischen Kirche viele Formen der Frömmigkeit, was auch mit der Aufhebung der Klöster ab 1782 zusammenhing.

Die Ausstellung möchte einige Formen der Volksfrömmigkeit aus vergangenen Tagen aufzeigen. Dazu haben wieder zahlreiche private Leihgeber ihre Familienschätze zur Verfügung gestellt. Ohne diese Großzügigkeit wäre die Ausstellung nicht zustande gekommen. Gerade dieser private Charakter macht aber die Schau besonders interessant.

Die Berichterstattung der Schwäbischen Zeitung:

 

Einige Ausstellungsstücke:

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